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BiosLehm Details in Bildern!


Im BiosLehm Bauvertrag sind im Kapitel Details die Ausführungsmöglichkeiten der Details schriftlich zusammen gefasst. In der Folge wollen wir Ihnen mit Bilder einen besseren Einblick in diese Thematik liefern. Eine Bemusterung zu den einzelnen Punkten vor Ort führen wir gerne durch, wenn dies ausdrücklich im Auftrag so vereinbart ist.

Wand-, Decke- bzw. Laibungsbreite > 40mm
Die Breite der Bauteile hat mind. 40mm zu sein. Sollte dies nicht der Fall sein, so sind die Anschlüsse nicht richtig herstellbar. In der Planung ist zu berücksichtigen und zu vermeiden. Sollte z.B. die Laibung die mind. Breite von 40mm unterschreiten, so ist der Fenster- oder Türstock bündig mit der Putzträgerplatte zu setzen. Der Stock bleibt zur Gänze sichtbar (Achtung: Abklebung!). Der BiosLehm ragt mit der Putzstärke darüber hinaus und wird durch eine Abschlussleiste begrenzt.

 

Fensterbänke vor den Lehmarbeiten montieren
Die Fensterbänke sind vor den BiosLehm – Arbeiten zu montieren. Der BiosLehm kann dann bis zur Untersicht der Fensterbank geführt werden. Sollte dies nicht der Fall sein, so kann der Eckwinkel auf die Höhe der geplanten Unterkante der zukünftigen Fensterbank gesetzt werden. Dies stimmt aber am Ende nie genau zusammen und der Anschluss muss vom Maler mit einer dauerelastischen Masse geschlossen werden.

 

Laibung aus Holz
Vor allem im Holzbau besteht die Möglichkeiten die Laibungen bei Fenstern und Türen aus Holz herzustellen. Dies ist eine optisch durchaus ansprechende Variante - hängt vorallem von der Raumgestaltung ab. Wenn die Laibung aus Holz gemacht wird, schließen wir dort wie bei einem Sichtbauteil an.

 

Ecke rund oder kantig ausgeführt - Laibung mit Lehm
Es besteht die Möglichkeit bei Außenecken (Ecke schaut in den Raum hinein - z.B. bei Fensteröffnungen) die Eckausbildung rund oder kantig mit dem BiosLehm Eckwinkels auszuführen. Rund oder kantig macht viel aus. Welche Variante passt, hängt von der Architektur des Gebäudes und der geplanten Inneneinrichtung ab.

 

Anschlüsse zu Sichtbauteilen
Bei der Ausführungsvariante O2 wird der Anschluss zu einem Sichtbauteil mit einer Trennfuge hergestellt und ist dann von einem Maler bauseits mit einer dauerelastischen Masse (z.B. Acryl) zu schließen.
Bei der Ausführungsvariante O3 wird beim Anschluss die BiosLehm Abschlussleiste gesetzt - entweder mit einer Schattenfuge oder direkt an den Bauteil.


 

Elektroinstallationen in der Holzweichfaserplatte

Die Installationsleitungen sind in oder unter der Holzweichfaser zu führen, dürfen nicht über die Oberfläche der Holzfaser ragen und müssen ausreichend mechanische befestigt sein. Das Herstellen der Schlitze erfolgt am besten mit einer Oberfräse (Fräskopf 18mm für ein 20mm Leerverrohrung). Kann aber auch mit einer Motorsäge (z.B. mit Fräsgerät 130 PF, www.interforst.at), einer Handkreissäge, mit einem Messer, … gut gemacht werden. Wichtig ist, dass der Installationsschlitz so tief erstellt wird, dass die Leerverrohrung nicht über die Oberfläche hinausragt. Der Lehm braucht mind. eine Überdeckung von 5mm. Für die Unterputzdose wird die Holzweichfaserplatte mit einem geeigneten Dosenbohrer ausgebohrt (Achtung: keine Beschädigung der Dampfbremse verursachen).

Die Leerverrohrung muss stabil im Putzgrund liegen. Wenn der Installationsschlitz von der Breite so gewählt wurde, dass die Leerverrohrung hineingedrückt werden kann und das Rohr stabil sitzt, ist eine zusätzlich mechanische Befestigung nicht erforderlich.
Falls nicht – am besten ein Lochband verwenden, auf die Holzweichfaserplatte legen und mit Schnellbauschrauben befestigen. Das Lochband und die Schrauben müssen nicht in der Holzfaserplatte versenkt werden. Oft ist eine Befestigung bei Rundungen oder vor dem Ende sinnvoll.

Bis zu einer Breite von 40mm (zwei 20mm Schläuche neben einander) kann der Installationsschlitz mit dem Lehm überdeckt werden. Es kommt vor, dass breitere Schlitze erforderlich sind. Ist auch möglich. Beim Verputzen gehören diese Bereiche dann jedoch mit einer zusätzlichen Klebeschicht (inkl. zusätzlicher Armierung) überdeckt. Mehrkosten werden in solch einem Fall in Regie abgerechnet.

Bei Elektrodosen wird zwischen Unterputz- und Hohlraumdosen unterschieden. Die Unterputzdosen haben einen geraden Boden und seitliche Perforierungen als Eingang für die Leerverrohrung. Solche Dosen sind einzusetzen. Hingegen sind Hohlraumdosen nicht geeignet (kein gerader Boden, Perforierungen sind falsch positioniert). Die Befestigung der Unterputzdosen erfolgt mit Schrauben im Holzuntergrund.

In einigen Fällen endet die Leerverrohrung frei – sprich ohne Unterputzdose. Dies kann z.B. bei Lichtauslässen, Anschluss einer Alarmanlage, …. sein. Das Ende der Leerverrohrung ist zu befestigen. Dies kann z.B. mit einem geeigneten Montagekleber erfolgen oder durch das Setzen von 2 Streifen Lochband (z.B. einer direkt darunter, der andere direkt darüber).